Psychomotorik ... 

     

     WAS ist Psychomotorik?

     

     

    Psychomotorik ist eine Haltung dem Kind gegenüber: offen, kreativ

    und wertschätzend. Es wird Raum und Zeit geboten, für Ideen und

    Bewegung ohne Leistungsdruck auszuüben.

    Es wird immer am aktuellen Entwicklungsstand und mit den Stärken

    eines Kindes gearbeitet.

    In der Psychomotorik gibt es keine vorgegebenen Bewegungsnormen.

    Jeder kann frei und ungezwungen eigene Bewegungs- und Lösungs-

    möglichkeiten im Rahmen vorgegebener Spiel- und Lernangebote

    finden.

    Psychomotorik kennzeichnet den engen Zusammenhang von Wahrnehmen, Bewegen, Erleben und Handeln.  

    Wichtig dabei sind der Spaß am Sich-Bewegen und die Freude am

    selbstbestimmten, erfolgreichen Tun. Das motiviert die Kinder zu

    einer ständigen Erweiterung ihrer Erfahrungen an sich selbst und

    mit ihrer Umwelt.

     

    Psychomotorik ist eine Entwicklungsbegleitung, keine Therapie!

     

     

     

    WARUM  Psychomotorik?

     

     

    Grundsätzlich hilft Psychomotorik jedem Menschen sich in seiner

    Persönlichkeit frei zu  entfalten und zu entwickeln.

    Ein Reich von Sinnen, mit motivierenden Materialien, wo entdeckt,

    geplant, verworfen, konstruiert und gebaut, zerstört und wieder aufge-

    baut werden kann.

    Platz zum Rennen, Sausen, Flitzen, Klettern, Springen, Rollen,

    Steigen, Kriechen, Krabbeln, Rutschen...

    Einen Frei- Raum, groß und weit und hoch. Weitgehend entgrenzt,

    aber dennoch abgesteckt durch klare, transparente Regeln mit vorher

    abgesprochenen Konsequenzen.

    Ein Raum, in dem eine besondere Zeit bereit-gestellt wird: jemand

    der sich bemüht, sensibel wahrzunehmen, zuzuhören, mitzuspielen.

    Die (Lebens-) Themen des Kindes werden im Spiel bearbeitet.

    Kinder die mit großen Gruppen überfordert sind, haben hier eine für

    sie überschaubare Gruppengröße.

     

     

     

    WIE  verläuft eine Psychomotorikstunde?

     

     

    Bewegung, Spiel und Spaß stehen im Vordergrund.

     

    Nach einer kurzen Begrüßung erfolgt die Einstimmung: Spiele zur

    psychophysischen Aktivierung, meist Lauf/Fangspiele mit kooperati-

    vem Charakter, d.h. ohne ausscheiden.

    Der Haupptteil ist meistens themen-orientiert, z.B. wir wollen einen

    Rollbrett-Führerschein machen. Dabei wird mit den Kindern gemeinsam geplant.  Zunächst gibt es verschiedene Bewegungs- und Ausprobier-

    phasen. Danach erste Reflexionen und Erfahrungsberichte.

    Es folgt eine offene Aufgabenstellung wie etwa der Bau eines Rollbrett-

    parcours mit verschiedenen Hindernissen. Reflexion und vor allem  

    Wertschätzung über das entstandene Bauwerk!

    In der nächsten Stunde könnten wir eine "Fahrschule" mit abschließen-

    der Führerscheinprüfung durchführen.

    Der Schlussteil einer jeden Psychomotorikstunde besteht aus einer

    kindgemäßen Entspannung, beispielsweise darf jeder Rollbrettfahrer

    mit seinem Fahrzeug eine Waschstraße durchfahren, wo verschiedene

    Waschgänge simuliert werden.

     

    Das gemeinsame Aufräumen ist ein fester Bestandteil jeder Stunde!